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Antworten auf häufige Fragen

Hier finden Sie zusammengefasste Antworten auf viele Fragen zu unseren CARBONIT Trinkwasserfiltern.

Antworten zu Carbonit-Trink­wasser­filtern
Allgemeine Informationen zu CARBONIT und zur Wirksamkeit der Filter­patronen.

FAQDeutsche Version

FAQEnglish Version

Hier finden Sie die neuesten Antworten:


Welche Inhaltsstoffe von Leitungswasser werden durch die Trinkwasserverordnung (TrinkwV)geregelt?

Mit Inkrafttreten der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) am 1. Januar 2003, wurde zum ersten Mal berücksichtigt, dass Schadstoffe auf dem Weg vom Wasserwerk zur Entnahmestelle in das Trinkwasser gelangen können. In den vorherigen Verordnungen wurden Grenzwerte festgelegt und deren Einhaltung im Wasserwerk überprüft. In der TrinkwV wird ebenfalls im Wasserwerk geprüft; ergänzt wird dies aber um eine Überprüfung im Haushalt. Gemessen werden hierbei diejenigen Stoffe, die erst durch die Hauptleitungen und insbesondere durch die Hausleitungen in das Trinkwasser gelangen können. Alle Grenzwerte müssen an denjenigen Zapfstellen eingehalten werden, die der Entnahme von Trinkwasser dienen. Somit ist jeder Eigentümer und Inhaber einer Hausinstallation mitverantwortlich für die Qualität des Trinkwassers. Ist das Trinkwasser für den öffentlichen Gebrauch bestimmt oder liegen besondere Gefährdungspotentiale vor (z.B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Eisenbahn, Marktstände) sind zusätzliche Vorschriften zu beachten.

Die TrinkwV unterscheidet bei der Festlegung der Grenzwerte zwischen „Chemische Parameter, deren Konzentration sich im Verteilungsnetz einschließlich der Hausinstallation in der Regel nicht mehr erhöht (Chemische Parameter, Teil 1)“ und „Chemische Parameter, deren Konzentration im Verteilungsnetz einschließlich der Hausinstallation ansteigen kann (Chemische Parameter, Teil 2)“. Zu diesen zählen u.a. alle Schwermetalle.

Das Trinkwasser ist doch eines der besten Lebensmittel überhaupt! Warum soll ich das Wasser noch filtern?

Diese Aussage beziehen sich zumeist auf die Untersuchungen im Wasserwerk. Was bei Ihnen zu Hause aus dem Wasserhahn kommt, ist insbesondere abhängig von den Hausleitungen, aber auch von den Hauptwasserleitungen. Die Hauswasserleitungen bestehen manchmal immer noch aus Blei. Dieses kann sich dann in unterschiedlicher Konzentration in Ihrem Trinkwasser befinden. Auch Armaturen und Apparate können Blei in unzulässig hohen Mengen enthalten und so die geltenden Grenzwerte in Summe überschreiten. 

Mit einem Filter von CARBONIT können Sie die Wasserqualität an Ihrem Hahn auch dann beeinflussen, wenn z.B. der Hausbesitzer einen Austausch der Rohrleitungen nicht vornimmt bzw. mit diesem Austausch noch nicht begonnen hat oder Unklarheiten bezüglich der eingebauten Armaturen herrschen.

Wir haben doch in Deutschland eine sehr strenge Trinkwasserverordnung. Muss ich mein Trinkwasser noch filtern, auch wenn die Grenzwerte eingehalten sind?

Von „muss“ kann nicht die Rede sein. Aber wenn Sie den subjektiven Anspruch haben, dass Ihr Trinkwasser über die verordneten Werte hinaus die bestmögliche Reinheit aufweisen sollte, so treffen Sie mit CARBONIT eine wohldurchdachte und gesunde Entscheidung.

Und wenn Sie sich auch schon mal gefragt haben, was ein Grenzwert ist und ob dadurch Ihre individuellen Erwartungen erfüllt werden, kann der Einsatz eines guten Wasserfilters sinnvoll sein. 

Durch den Einsatz von CARBONIT  Trinkwasserfiltern erlangen Sie nicht nur maximale Reinheit und damit maximale Sicherheit, sondern entnehmen darüber hinaus auch z.B. unangenehme Färbungen des Trinkwassers.

Die Trinkwasserverordnung kann jedoch immer nur einen Teil der möglichen Schadstoffe im Trinkwasser berücksichtigen. So gibt es im Trinkwasser auch anerkannte Schadstoffe, für die es  noch keinen Grenzwert gibt.

Zu diesen unerwünschten Stoffen gehören beispielsweise:

  • Medikamentenrückstände und polare Pestizide mit hormoneller Wirkung
  • Uran und Radon
  • Asbestfasern und Mikroplastik
  • PFAS Verbindungen

Im Moment kann niemand begründet festlegen, welche Menge dieser Stoffe zu einer Gesundheitsgefährdung führen und wie die Stoffe wechselwirken. Unstrittig ist aber, dass diese Stoffe nicht natürlicher Bestandteil von Trinkwasser sind.

Grenzwerte werden in Tierversuchen ermittelt und auf erwachsene Menschen hochgerechnet – sie sind also eher theoretische als praktisch sinnvolle Werte wie ein Auszug aus dem Brockhaus-Lexikon, 24-bdg. Ausgabe zeigt:

„Das Verfahren der Festlegung von Grenzwerten ist ebenso umstritten wie viele Grenzwerte selbst, da z.B. Wissenschaftler unterschiedliche Einschätzungen der Schädlichkeit bestimmter Schadstoffe haben und Grenzwerte politisch ausgehandelte Kompromisse darstellen zwischen ökologisch und gesundheitlich (toxikologisch) Gebotenem, technisch Möglichem, finanziell Tragbarem, wirtschaftlich und politisch Vertretbarem [...].“

In ihren Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten erwähnt die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI): „Die Trinkwasserverordnung ist auf den Schutz der gesunden Allgemeinbevölkerung ausgerichtet und nicht auf einen ausreichenden Schutz hochgradig immungeschwächter Patienten.“

Was ist der Unterschied zwischen einem sogenannten Kannenfilter und einem CARBONIT-Filter?

Die Kannenfilter (jug filter, pitcher) zielen auf die Geschmacks- und Geruchsverbesserung des Wassers. Diese Gravitationssysteme bestehen zumeist aus einem Ionenaustauscher zur Entcarbonisierung (mit begrenzter Kapazität) und einem kleinen Anteil gesilberter Aktivkohleschüttung. Die Ionenaustauscher tauschen kalkbildende Ionen z.B gegen Wasserstoffionen aus. Dadurch wird das Filtrat im pH-Wert verändert und entspricht zumeist nicht mehr der Trinkwasserverordnung. In einigen Geräten kommen daher bereits pH- neutrale Kaliumionen „als Tauschmittel“ zum Einsatz. 

Alle CARBONIT Premium-Trinkwasserfilter zielen auf die Schadstoffreduzierung und natürlich auch auf die Geschmacks- und Geruchsverbesserung des Wassers. Hier hat der Filter gesicherte Eigenschaften. Eine Reduzierung des Calcium- und Magnesiumgehaltes (Entkalkung) erfolgt durch die Aktivkohle jedoch nicht.

Können Bakterien den Filter durchdringen?

Nein, das kann nicht eintreten. Unabhängige Tests mit extrem hohen Bakterienkonzentrationen (mehrere Millionen vor dem Filter) bescheinigen dem Filter (NFP Premium) eine außergewöhnlich hohe Leistung („Null“ Testbakterien [E. Coli und Enterococcus faecalis] kamen durch). Die Filterpatrone NFP Premium hat viele weitere Hygienetests erfolgreich bestanden; die Rückhaltung lag immer bei > 99,9 %):

Zu den getesteteten Bakterien gehören: Staphylococcus aureus, Staphylococcus haemolyticus, Enterobacter cloacae, Pseudomonas aeruginosa, Bacillus subtilis und Mikroorganismen (Entamoeba coli, Giardia Lamblia, Cryptosporodium parvum, Hymenolepis nana, Schistosoma mansoni) sowie Pilzen / Hefen (Candida albicans, Rhodotorula mucilaginosa, Saccharomyces cerevisae).

Auch die Filterpatronen vom Typ IFP Puro und NFP Clario sind hervorragend geeignet, Wasser hygienisch einwandfrei zu filtern. Ursprünglich wurden diese Patronen für besonders hohe Anforderungen – z.B. medizinische Zwecke – konzipiert. Wegen der hohen Nachfrage werden die Patronen mittlerweile auch für private Anwender angeboten. Bitte beachten Sie hierzu die vom Gesetzgeber verlangten halbjährlichen Filterwechsel und die Betriebsanleitung der Geräte.

Wo werden die Filterpatronen hergestellt?

Die CARBONIT ist ein Unternehmen aus Sachsen-Anhalt und stellt im Werk Salzwedel gesinterte (gebackene) Aktivkohle-Blockfilter her. Der Imagefilm auf unserer YouTube Seite gibt einen guten ersten Einblick in unsere Fertigung. 

Aktivkohle ist ein schonend verarbeiteter nachwachsender Rohstoff. Schon die Römer verwendeten Aktivkohle zur Weinschönung und noch heute setzt jedes Wasserwerk dieses Material ein. Auch bei Vergiftungen oder Durchfallerkrankungen leistet Aktivkohle medizinische Soforthilfe. In der qualitätsüberwachten und sorgfältigen Auswahl dieses pflanzlichen Naturproduktes sowie der einzigartigen Weiterverarbeitung zu gebackenen (gesinterten) Blockfiltern liegt das besondere Know How von CARBONIT.  Ohne chemische Zusätze (z.B. Silber) und mit lückenloser Chargenrückverfolgung entstehen universell einsetzbare Hochleistungsfilter für industrielle und private Anwendungsfelder.

Im Trinkwasser sollen sich auch Rückstände von Medikamenten und polare Pestizide mit möglicher hormoneller Wirkung befinden. Kann der CARBONIT Filter das entnehmen?

Viele der nach unseren Kenntnissen am häufigsten diskutierten Rückstände von Medikamenten und polaren Pestiziden sind in einer umfassenden Studie getestet worden und waren im gefilterten Wasser nicht nachweisbar. Die getesteten Substanzen entnehmen Sie bitte dem Datenblatt der NFP Premium.

Sind CARBONIT Filter von unabhängigen Instituten getestet?

Ja, die Gutachten können Sie auf unserer Internetseite einsehen (www.carbonit.com/anwendungen/gutachten).

Geprüft wurden die Filter unter anderem von:

  • TÜV-Umwelt Berlin (Blei, Kupfer)
  • Universität Bielefeld (Bakterien & pathogene Parasiten)
  • Hochschule Magdeburg (sog. Pflanzenschutzmittel, Chloroform, Chlor, Ozon)
  • Hygieneinstitut des Ruhrgebietes (Bakterien und Viren)
  • TU Berlin (polare Pestizide, Medikamentenrückstände, Hormone, Steroide)
  • NSF (Membran der IFP Puro: Teile aus ANSI/NSF 53)
  • Universität Stuttgart (PFAS, TFA)

Aber auch bei den Gehäusen setzt CARBONIT auf hohe Qualitätsstandards in Bezug auf Druckfestigkeit und Eignung zum Einsatz für Trinkwasser.

Warum ist die Messung des Leitwertes (TDS) nicht für die Beurteilung der Qualität des Filterwassers geeignet?

Die Leitfähigkeit von Wasser gibt als Summenparameter die Menge der gesamten Ionen im Wasser an. CARBONIT wirbt damit, Mineralien im Wasser zu belassen. Da diese Mineralien aber der Hauptanteil im TDS-Wert sind, ist dieser Wert nach der Filterung in der Regel nicht kleiner als vorher. Die Ursachen für einen sogar höheren Wert nach der Filterung liegen in einer leichten Erhöhung insbesondere der Anorganika-Anteile. Zudem ist das Filterwasser in der Regel wärmer als das ungefilterte. Es muss mit einem Erhöhungsfaktor der Leitfähigkeitswerte von ca 2% je °C gerechnet werden. CARBONIT Aktivkohle-Filterpatronen zielen schwerpunktmäßig auf die Entnahme organischer Substanzen hin (C-H-Verbindungen, u.a. Pestizide, Arzneimittelrückstände, Pflanzenschutzmittel wie Lindan, DDT ..., Geschmacks- und Geruchsmoleküle,...). Da diese zu einem großen Teil elektrisch neutral sind, eignet sich die Leitfähigkeitsmessung nicht für die Beurteilung der Wirksamkeit des Filterprozesses. Hier hilft nur eine Laboranalyse.

Werden zum Filtern Chemikalien oder Silber eingesetzt?

Chemikalien finden in CARBONIT Filtern keine Verwendung.

Warum verkeimt der Filter dann nicht?

Die Poren des Filters sind so fein, dass Bakterien wie Escherichia Coli oder auch Enterokokken das Filterelement nicht durchwachsen können (innerhalb von 6 Monaten). Wir filtern in Bereichen der Mikrofiltration. Eine Verwendung von Chemikalien zur Desinfektion (z.B. Silber) in den Standardpatronen erübrigt sich daher und ist auch nicht erforderlich. Nur in besonderen Fällen wie z.B. Krisenwasser ist eine zusätzliche Keimsperre sinnvoll.

Warum soll der Filter nach 6 Monaten gewechselt werden?

Hierfür gibt es zwei Gründe. Zum einen wird in Deutschland das Wasser nur noch in wenigen Fällen gechlort (oder anders desinfiziert). Das führt dazu, dass eventuell im Trinkwasser vorhandene Bakterien ungehemmt wachsen und sich vermehren können. Gerade ein Filter aus Aktivkohle bietet für Mikroorganismen eine gute Wachstumsoberfläche auf der Außenfläche. Aus hygienischen Gründen sollte daher ein Wechsel alle 6 Monate erfolgen.

Weiterhin sieht die DIN EN 806, Anhang A einen Wechsel des Filters nach 6 Monaten ohnehin vor: „[...] Aus hygienischen Gründen ist ein Austausch (Ersatzfilterkerze) mindestens alle 6 Monate erforderlich [...].“ Hintergrund hierfür ist u.a., dass sich vor dem Filter im Laufe der Zeit Bakterien aufstauen könnten. Die Untersuchungen unserer NFP Premium über 6 Monate haben die Zuverlässigkeit für diesen Zeitraum bestätigt, daher empfehlen wir einen Wechsel alle 6 Monate.

Können die CARBONIT Patronen auch Kalk herausholen?

Ja, die Filter entnehmen dem Wasser die Kalkpartikel und auch alle anderen Partikel bis zur angegebenen Filterfeinheit (z.B. < 0,45 µm für die NFP Premium bzw. 0,15 µm für die IFP Puro). Der gelöste Kalk, also das gelöste Mineral, bleibt jedoch im Wasser enthaltenen und setzt sich beim Erwärmen (z.B. Tee) ab.

Kalk setzt sich hauptsächlich aus den gelösten Calcium-, Magnesium- und Carbonationen zusammen. Mit „gelöst” ist hier gemeint: aufgelöst wie Zucker im Wasser.

Soll dem Wasser auch der gelöste Kalk (also die kalkbildenden Ionen) entzogen werden, so ist dies mit einem zusätzlichen Ionenaustauscher möglich. Dazu bietet CARBONIT spezielle Filterpatronen an.

Sollen lediglich Ablagerungen an elektrischen Geräten verhindert werden, bieten sich im Einzelfall auch spezielle Filterpatronen mit katalytischem Kalkschutz an.

Für kleinere Anwendungen, zum Beispiel als Ersatz eines Kannenfilters, ist Bellima hervorragend geeignet. Der kleine “Wasserfächer” wird während des Brühens von z.B. Tee oder Kaffee in das Wasser gehängt und reduziert die Wasserhärte. Tee und Kaffee werden dadurch in Geschmack und Aussehen optimiert. Bitte benutzen Sie Bellima nur in Verbindung mit CARBONIT gefiltertem Trinkwasser (s.a. www.bellima.de).

Holt der Filter auch die Mineralien aus dem Trinkwasser raus?

Nein, gelöste Mineralien, Salze, … werden nicht entnommen (außer evtl. in speziellen Einzelfällen). Das entspricht auch der von Carbonit getätigten Werbeaussage „...lebenswichtige und geschmacksbildende Mineralien bleiben im Wasser enthalten“. So werden leider auch Nitrat, Nitrit, Ammonium (Einträge aus Überdüngung) nicht zuverlässig entnommen. Weiterhin gehören zu diesen Mineralien auch der Kalk, weshalb sich Aktivkohle allein nicht zur Wasserenthärtung eignet.

In letzter Zeit höre ich immer wieder von der Möglichkeit, das Wasser zu beleben oder zu vitalisieren. Sind Filterpatronen dann nicht überflüssig? Bietet CARBONIT solche Systeme mit an?

Wir verstehen die Wasserbelebung (Vitalisierung, Energetisierung) als mögliche Ergänzung zur Filterung: erst die unerwünschten stofflichen Beeinträchtigungen über einen CARBONIT Filter entnehmen und dann die sog. „feinstofflichen” Schwingungen behandeln bzw. einbringen.

CARBONIT hat eine große Kompetenz in der Herstellung von Filtersystemen - andere Firmen wie z.B. UMH zeichnen sich durch ebenso große Fähigkeiten bei der Fertigung von Geräten zur Wasserbelebung aus. Mit diesen Unternehmen arbeitet CARBONIT in einem Kompetenz-Netzwerk zusammen. Wir empfehlen daher ausgewählte Anbieter von Geräten zur Vitalisierung; zur Wirkungsweise dieser Geräte fragen Sie den jeweiligen Hersteller oder einen unserer Fachhändler.

Wie lange hält der Filter, wann muss der Filter ausgetauscht werden?

Der Filter reinigt das Wasser sehr sicher über 10.000 Liter (NFP Premium) bzw. 5.000 Liter (IFP Puro), dies haben die genannten Institute geprüft und bestätigt. Die Filterpatronen sind nach 6 Monaten entsprechend der DIN EN 806-5, Anhang A zu wechseln - unabhängig davon, ob Sie schon 10.000 Liter (NFP Premium) bzw. 5.000 Liter (IFP Puro) gefiltert haben. Ein früherer Wechsel kann jedoch erforderlich sein, wenn der Wasserdurchfluss spürbar reduziert ist. Ein frühzeitiger Wechsel ist kein Mangel des verwendeten Filters, sondern ein Hinweis auf vermehrtes Auftreten von feinen Partikeln im ungefiltertem Wasser.

Der Filter hält 10.000 Liter (NFP Premium) bzw. 5.000 Liter (IFP Puro); das schaff’ ich doch nie in 6 Monaten. Warum baut die CARBONIT nicht Filter für weniger Literleistung?

Bei den von CARBONIT hergestellten Filterelementen handelt es sich um der internationalen und marktüblichen Norm angepasste Filter, die in großer Stückzahl für Privathaushalte und für Gewerbebetriebe produziert werden. Da immer derselbe Filtertyp verwendet wird, können die Produktionskosten gering gehalten werden. Deshalb genormte Filter mit hohen Literleistungen - und Ihnen steht preisgünstig ein Filter mit hohem Leistungsspektrum zur Verfügung. Und Sie sind immer auf der sicheren Seite, da Sie den Filter nicht überbeanspruchen können.

Was mache ich mit einem verbrauchten Filter?

Da ein zentrales Recycling zur Zeit technisch wie auch wirtschaftlich nicht möglich ist, sollte die verbrauchte Filterpatrone im Hausmüll entsorgt werden, und so der thermischen Verwertung zugeführt werden. Außerdem würde der ökologische Fußabdruck durch die Rücklieferung der einzelnen verbrauchten Filterpatronen unnötig größer werden.

Kann ich durch Laufenlassen des Wassers den Gehalt an Schwermetallen im Trinkwasser verringern, also auf einen Filter auch bei deutlichen Schwermetallgehalten verzichten?

Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Wieviel Liter Sie ablaufen lassen müssen, hängt von vielen Bedingungen ab: z.B., in welcher Etage Sie wohnen, wo das Stück Rohrleitung sitzt, welches für die höheren Schwermetallgehalte verantwortlich ist, welche Gewohnheiten Ihre Mitbewohner haben, etc.. Auch können Sie durch das Ablaufen lassen nicht den Gehalt an Stoffen reduzieren, die schon ab Wasserwerk im Trinkwasser enthalten sein können (z.B. Medikamentenrückstände, PFAS).

Es ist sicher keine ökologische Haltung, Wasser einfach durch den Abfluss laufen zu lassen. Im Übrigen nimmt Wasser auch bei sehr kurzen Stagnationszeiten mehr Blei auf als der Grenzwert zulässt.

In meinem Trinkwasser ist Nitrat in Konzentrationen enthalten, die ich verringern möchte. Welche Filtermedien von CARBONIT stehen mir zur Verfügung?

Das Problem von Nitrat im Trinkwasser ist leider weiterhin in den letzten Jahren unverändert hoch. Vielfach liegen jedoch die Belastungswerte durch Nahrungsmittel (z.B. Salat, Wurstwaren) erheblich höher und sind nur begrenzt kontrollierbar. Ein empfehlenswertes Filtersystem zur Nitratreduzierung stellen sog. Umkehrosmosen (z.B. Rowa4You) dar, die zumeist über Aktivkohlefilter am Anfang zum Schutz der Membran und am Ende zur Stabilisierung der Wasserqualität verfügen.

Können die Carbonitfilter auch Mikroplastik herausfiltern?

Grundsätzlich ja, aber Mikroplastik ist ein weiter Begriff. Keine der Literaturquellen definiert es bzgl. seiner Partikelgröße. Da aber davon auszugehen ist, dass Mikroplastik aufgrund seiner Herkunft und Entstehungsweise eindeutig ein (geometrisch messbarer) Partikel ist, gelten die von uns angegebenen Partikelrückhaltegrenzen unserer Patronen: IFP Ultra: 0,02 µm, IFP Puro: 0,15 µm, GFP Premium: 0,40 µm, NFP Premium: 0,45 µm.

Nach unseren Recherchen dürften die kleinsten, durch Abrieb entstehenden, Partikel aber im Bereich Feinstsand (ca. 2 - 10 µm) liegen. Darunter fehlt die Partikelmasse, um sich durch gegenseitigen Abrieb weiter zu verkleinern.

Anders ist es dagegen mit speziell hergestellten Nano-Partikeln (in Zahnpasta, Sonnencreme, ...). Diese Partikel liegen in einem Bereich, der auch unterhalb der Partikelrückhaltegrenze der IFP Ultra liegt.

Studien belegen die hohe Belastung mit Mikroplastik in Flüssen und den Weltmeeren. Hiervon werden Meerestiere und mittlerweile auch Menschen betroffen. Mikroplastik reichert sich in vielen menschlichen Organen und speziell dem Gehirn an.

Kann ich einen Auftischfilter an meine Spültischarmatur mit herausziehbarer Handbrause anschließen?

Hier ist Vorsicht geboten. Wenn Sie eine Filtereinheit an Ihren Wasserhahn anschließen, entsteht beim Filterbetrieb ein Rückstaudruck dem der ausziehbare Schlauch des Wasserhahns standhalten muss.

Sie sollten also den Wasserhahnhersteller befragen, ob der Schlauch und die Einpressungen sicher sind.

Weiterhin sollten Sie bedenken, dass Sie jedesmal, wenn Sie den Schlauch aus dem Wasserhahn herausziehen, auch den Anschlussschlauch der Filtereinheit mitziehen, das könnte unter Umständen etwas unpraktisch sein.

Ich habe einen drucklosen Warmwasserspeicher. Welchen Filter von CARBONIT kann ich dann einsetzen?

Sie sollten niemals einen Auftischfilter SANUNO verwenden, da hierdurch der Warmwasserspeicher beschädigt werden kann (siehe auch Produktbeschreibung). Am besten eignen sich Geräte der Serie VARIO und FINO. Durch die besondere Wasserführung bei drucklosen Warmwasserspeichern wird mit dem VARIO und dem FINO sogar das Wasser gefiltert, das in den Warmwasserspeicher fließt (Vorsicht: In diesen Speichern können sich nach dem Filtern durch armaturseitige Rückverkeimung Bakterien bilden!).

Wäre es nicht besser, das gesamte Wasser im Haus über eine zentrale Anlage zu filtern, um überall gefiltertes Wasser entnehmen zu können?

Ja, durch eine zentrale Wasseraufbereitung - z.B. mit einer Filteranlage QUADRO von CARBONIT - behandeln Sie das gesamte Wasser, bevor es in die Hausrohrleitungen kommt. Dadurch können Sie schon eine spürbare Verbesserung der Wasserqualität erzielen. Die möglicherweise durch die Hausrohre in das Wasser gelangten Metallionen lassen sich aber nicht durch eine zentrale Anlage behandeln. Wir empfehlen daher, bei einer zentralen Aufbereitung den zusätzlichen Einsatz eines Filters in der Küche und im Bad bzw. Dusche. Hiermit werden die durch die Hausinstallation eventuell abgegebenen Kupfergehalte erheblich reduziert.

Ich habe schon eine zentrale Wasseraufbereitung, nämlich eine Wasserenthärtunganlage. Warum soll ich dann noch das Wasser filtern?

Durch Enthärtungsanlagen wird der Härtegrad - also der Gehalt an gelöstem Kalk - reduziert. Dafür werden z.B. Natriumionen in das Trinkwasser eingetragen. CARBONIT Aktivkohlefilter wiederum sind nicht darauf ausgelegt gelöste Mineralien im Wasser zu reduzieren, dafür jedoch für eine Vielzahl anderer Stoffe.

Soll das Wasser zusätzlich gefiltert werden, so ist eine Kombination mit CARBONIT Filtern die ideale Lösung.

Ist es kompliziert, einen CARBONIT Filter anzuschließen?

Nein, so können zum Beispiel die Geräte der Serien SANUNO, VARIO und FINO können mit wenigen Handgriffen selbst installiert werden. Dazu müssen die Geräte lediglich zwischen dem 3/8’’ Eckventil und der Armatur der Spüle installiert werden. Der SANUNO (Auftischgerät) wird sogar nur am Strahlregler der Armatur angeschlossen. Möchten Sie in Ihrer Küche komfortabel zwischen gefiltertem und ungefiltertem Wasser wählen, stehen Ihnen Geräte mit einem separaten kleinen Wasserhahn zur Verfügung – oder Sie ersetzen ihre bestehende Armatur einfach durch eine komfortable 3-Wege-Armatur. Die Geräte der Serie QUADRO, die im Hauseingang (hinter der Wasseruhr) installiert werden, müssen zwingend (§ 12 Abs. 2 AVB WasserV) durch einen Installateurbetrieb montiert werden.

Außergewöhnliches Werkzeug wird nicht benötigt. Alle Systeme werden installationsfertig ausgeliefert.

Einen ersten Überblick zur Installation der CARBONIT Gehäuse erhalten Sie auf unserer YouTube Seite im Internet.

Gibt es auch alternative Kalkbehandlungen, die funktionieren und empfehlenswert sind?

Sofern kein Ionenaustauscher zur Kalkbehandlung erwünscht ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten alternativer Kalkbehandlung. Nicht alle dieser Verfahren erfüllen die Erwartungen – manche Erklärungsmuster sind mit wissenschaftlichen Kriterien nicht fassbar.

CARBONIT bietet für diesen Einsatzzweck Filterpatronen mit einem katalytischen Kalkschutzgranulat (z.B. MAICAT, Next Filtration) an, das ihre Wirksamkeit in verschiedenen Untersuchungen und in der Kundenpraxis unter Beweis gestellt haben.

Was mache ich mit dem Filter, wenn ich für einige Zeit in den Urlaub fahre?

Grundsätzlich sollten Carbonit-Filter regelmäßig, d.h. ohne größere Stillstandszeiten genutzt werden. Längere Stillstandszeiten sind immer problematisch, da das stagnierende Wasser dazu neigt, Stoffe aus seiner Umgebung (Rohrleitungen, Schläuche, Armaturen) aufzunehmen.

Dabei erfolgt das Lösen dieser Stoffe nicht wie Zucker im Wasser, sondern in sehr langen Zeiträumen. Außerdem kann Stagnation des Wassers insbesondere bei höheren Umgebungstemperaturen auch zu Keimentwicklung und -wachstum führen. Dabei wirken Patronen wie die NFP Premium und die IFP Puro aufgrund ihrer Filterfeinheit als Bakteriensperre, d.h. sie lassen Bakterien aus der Installation nicht durch. Jedoch können anorganische Stoffwechselprodukte der vor der Patrone evtl. angesiedelten Bakterien (z.B. Nitrit) kurzzeitig gehäuft im Wasser auftreten (Nitrit wird z.B. durch Aktivkohle kaum entnommen). Beide Sachverhalte (Stoffe aus dem Material und Stoffwechselprodukte aus den Bakterien) können zu kurzzeitigen Konzentrationsspitzen führen, gegen die vor allem gründliches Spülen hilft.

Vor dem Neugebrauch nach einer längeren Stillstandsphase sollten mindestens 5 Liter Wasser verworfen werden.

Es gibt so viele verschiedene Aktivkohlefilter von unterschiedlichen Herstellern. Warum sollte ich gerade einen von CARBONIT kaufen?

Durch ihr spezielles Herstellungsverfahren und die verwendeten Materialien sind die Aktivkohle Blockfilter von CARBONIT denen anderer Hersteller überlegen. So konnten Untersuchungen zur Adsorbtionsleistung zeigen, dass die Entnahme organischer Verbindungen (im Test Chloroform) um bis zu 400 % höher ist, bei der Chlorreduktion sind es sogar bis 700 % im Vergleich mit dem Wettbewerb (https://www.carbonit.com/anwendung/wettbewerbsvergleich).

Ist die Nutzungszeit der Filtergehäuse begrenzt?

Nein, es gibt keine Vorgaben über die Nutzungsdauer der Filtergehäuse. Sie könnten es wie mit anderen Haushaltsgegenständen (Kaffeemaschine, Wasserhahn, Topf, Schüssel usw.) auch machen: Wenn die Gebrauchsspuren an dem Filtergehäuse bei Ihnen ein ungutes Gefühl auslösen, kaufen Sie sich einfach ein Neues.

Wenn Sie mit dem Zustand Ihres Filtergehäuses zufrieden sind und es immer sachgemäß behandelt haben, besteht keine Veranlassung es auszutauschen.

Es ist jedoch zu empfehlen, die Anschlussschläuche von Zeit zu Zeit zu erneuern. Im Inneren bildet sich Biofilm, der je nach äußeren Bedingungen unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Auch die Gehäusedichtungen unterliegen einem Verschleiß und sollten regelmäßig gewechselt werden.

Bei Filtern von anderen Herstellern finde ich in der Schadstoff-Rückhaltetabelle viel mehr aufgeführte Stoffe, als bei CARBONIT Filtern. Woran liegt das?

Jeder Hersteller hat einen Fokus auf bestimmte Problemstellungen. Dies kann ein Grund für unterschiedliche Angaben sein.

Ein weiterer Grund ist, dass einige Hersteller auch Stoffe angeben, die über den Parameter „Chloroform“ hochgerechnet wurden. Bei dieser Hochrechnung wird auf allgemeine Erfahrungen zurückgegriffen. Wenn also Chloroform getestet wurde, wird über Hochrechnung auch für folgende Stoffe eine Aussage gemacht werden (Beispiele: Benzol, O-Xylol, Toluol, Ethylbenzol, p-Dichlorbenzol, Trichlor ethylen, Tetrachlorkohlenstoff, Dichlormethan, Monochlorben zol, Atrazin, Lindan, 1,2 Dichlorpropan, 2,4 D, Simazin und viele weitere Stoffe). Inwieweit das tatsächlich zutreffend ist, können nur Einzelanalysen beweisen.

CARBONIT beschränkt sich jedoch auch zukünftig auf die Darstellung der direkt gemessenen Stoffe, auch wenn eine Hochrechnung auf Grund von Erfahrungen vorgenommen werden könnte. Die Rückhaltung von Chloroform beträgt bei CARBONIT  (für alle Filterpatronen mit Aktivkohle) im übrigen > 99,9 %.

Wenn ich die Rückhaltung in Prozent zwischen CARBONIT und anderen Filtern vergleiche, können andere Filter insbesondere bei Blei und Kupfer mehr herausfiltern. Stimmt das?

Bei der Darstellung der Schadstoffrückhaltung hält sich CARBONIT an die Aussagen aus den Gutachten. Es wird also immer der schlechteste Wert aus der gesamten Untersuchungsreihe über die gesamte Literleistung genannt. Wichtig ist dabei insbesondere, was „%“ bedeutet: „von hundert“.

Eine Interpretation oder auch ein Vergleich nur anhand dieser %-Daten ist nicht möglich, wenn die Filter nicht nach dem selben Test geprüft wurden. Ein Beispiel kann dies verdeutlichen: Amerikanische Filter werden oft in Bezug auf die Bleirückhaltung mit Wasser getestet, das ca. 150 µg Blei enthält. Sind im gefilterten Wasser noch ca. 6 µg oder weniger Blei enthalten, hat der Filter eine Rückhaltequote von > 96 %.

Der Test vom TÜV Umwelt Berlin-Brandenburg für CARBONIT Filter wurde jedoch mit Wasser durchgeführt, das bis zu 2.000 µg Blei enthielt. Hierfür gilt eine Rückhaltung von > 90 %. Bei einem weiteren Test mit Wasser, das bis zu 600 µg Blei enthielt, konnte kein Blei mehr im gefilterten Wasser nachgewiesen werden (Nachweisgrenze = 10 µg/l). Demnach haben die getesteten Filter eine Rückhaltung von > 97 %. Dennoch wird der „schlechtere“ Wert von > 90 % angegeben.

Ich habe gehört, dass Aktivkohle-Blockfilter chemische Zusätze enthalten können, um die Wirkung der Filter zu verbessern. Trifft dies auch auf einen CARBONIT Filter zu?

Nein, unsere Blockfilter enthalten keine chemischen Zusätze, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Dies ist auch nicht notwendig, da das Leistungsspektrum der verwendeten Aktivkohlen überaus hoch ist. 

Hingegen werden bei vielen amerikanischen Aktivkohlefiltern solche Zusätze verwendet. Insbesondere, wenn zur Rückhaltung von Blei ein Ionenaustauscher im Filter eingesetzt wird, kann dies zu einer Abgabe von anderen Stoffen, oft ist dies Zink, führen. CARBONIT verzichtet konsequent auf solche Zusätze. Zudem ist die verwendete Aktivkohle thermisch, statt chemisch aktiviert.

Warum gibt es kein VGW Prüfzeichen für die Filter von CARBONIT?!

Für Wasserfilteranlagen mit einer Filterfeinheit unter 80 Mikrometer erteilt der DVGW prinzipiell keine Zertifizierungen mit der Begründung, dass:

a) keine entsprechenden Prüfvorschriften vorliegen

b) Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung keiner weiteren Behandlung bedarf, da es von den Wasserversorgungsunternehmen eingehend und regelmäßig untersucht und vom Gesundheitsamt im Rahmen staatlicher Gesundheitsaufsicht überwacht wird.

Entsprechende Anträge von CARBONIT und anderen Wasserfilterherstellern werden regelmäßig auf dieser Basis abgelehnt.

Zudem ist die Aussage des (privatrechlichen) DVGW, dass nur Geräte und Produkte mit seinem Prüfzeichen eingesetzt werden dürfen, rechtlich nicht zutreffend. CARBONIT verwendet in diesem Zusammenhang ausschließlich Materialien, die dem allgemein anerkannten Stand der Technik entsprechen. Alle Materialien genügen zudem den Anforderungen der Lebensmittelsicherheit (LMBG, KTW-Richtlinien).

Welche Bedeutung haben Produktqualität und nachhaltige Umweltorientierung?

CARBONIT ist nicht nur nach ISO 9001 (Qualität) sondern auch gemäß ISO 14001 (Umwelt) durch den TÜV Austria zertifiziert. Dem sorgsamen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Umweltbelastende Materialien haben bei uns keine Chance, weder bei der Verpackung noch bei der Entwicklung und Fertigung unserer Produkte. 

Sofern möglich, werden biobasierte Rohstoffe aus pflanzlichen Quellen eingesetzt, um den Verbrauch von Rohöl zu verringern.

Durch die Weiterverwendung der hochstabilen Gehäuse und nur den Austausch verbrauchter Filterpatronen bleiben die Anschaffungs- und Verbrauchskosten niedrig.

Sollten bei Wohnmobilen oder Schiffen Filtersysteme eingesetzt werden, um eine Verkeimung des Trinkwasser zu vermeiden?

Wohnmobile liegen im Trend. Das Reisen mit dem eigenen Wohnmobil verspricht Unabhängigkeit, Komfort und ein hohes Maß an Individualität. Verzichten müssen die meisten Camper aber auf eine sichere Trinkwasserversorgung an Bord. Denn das zu Hause oder unterwegs getankte Wasser gilt schnell nicht mehr als Trinkwasser. Ursachen dafür können mangelnde Reinigung, schlechtes Wasser am Urlaubsort oder lange Standzeiten bei hohen Temperaturen sein. Was vielen Wohnmobil-Besitzern nicht bekannt ist – die Verkeimung im Wassertank beginnt bereits nach wenigen Stunden.

Desinfektion mit Chemikalien schafft nur kurzfristige Abhilfe und bietet keinen Schutz gegen Neuverkeimung, die besonders in warmen Gegenden explosionsartig einsetzt. Eine Entkeimung in Wasseranlagen von Wohnmobilen und Schiffen ist meist nur mit einem Wasserfilter möglich.

Seit Jahren gehört die Wasserbehandlung in Schiffen, Zügen, Flugzeugen und Wasserautomaten zum Stand der Technik. Dass es bei Wohnmobilen wassertechnisch noch recht abenteuerlich zugeht, ist kaum nachzuvollziehen.

Gibt es Uran im Leitungswasser?

Bereits seit einigen Jahren wird in Wissenschaft und in der Öffentlichkeit über mögliche schädliche Wirkungen von Uran in Mineralwässern diskutiert. Doch auch im Leitungswasser ist das giftige Schwermetall enthalten. Es wird sowohl in natürlicher Weise eingetragen durch uranhaltige Gesteine, als auch durch menschliche Einflüsse wie Uran-Bergbau oder die Nutzung uranhaltigem Phospat-Düngers. Untersuchungen von foodwatch und des Instituts für Pflanzenbau und Bodenkunde des Julius-Kühn-Instituts zeigen bundesweit erhöhte Werte. 

Säuglinge und Kleinkinder reagieren besonders empfindlich auf Uran, das sich im Körper ansammelt und schon in kleinen Mengen vor allem Leber und Knochen schädigen kann.

Werden Aktivkohlefilter auch bei Wasseraufbereitungsanlagen für die Hämodialyse (Blutwäsche) verwendet?

Ja, auf Grund der großen inneren Oberflächen der aktivierten Kohle können entsprechend viele Moleküle der in unserem Leitungswasser in geringen Mengen gelösten organischen Verbindungen an den Feststoff angelagert und damit dem Wasser entzogen werden. Es handelt sich um natürliche Substanzen, wie etwas Huminsäuren, aber auch um Stoffe die aus Verunreinigungen des Grundwassers herrühren, etwa Bestandteile der Gülle, Pflanzenschutzmittel und dergleichen mehr. Auch die jeweilige Hausinstallation hat Einfluss auf die Wasserqualität. Auch besitzt Aktivkohle die Eigenschaft, das von Wasserwerken mitunter als Desinfektionsmittel zudosierte Chlor aus dem Leitungswasser zu neutralisieren.

Im Rahmen der Blutwäsche (Dialyse) wird das Leitungswasser durch Umkehrosmosen vollständig von allen Inhaltsstoffen befreit und anschließend nach Vorgaben der behandelnden Ärzte (Nephrologen) aufmineralisiert. Aktivkohle-Blockfilter schützen die zentralen Membranflächen vor Chlorschädigungen und stabilisieren die Qualität des Eingangswassers (vgl. Abbildung).

Blutwäsche

CARBONIT Blockfilter aus Aktivkohle können weitere Vorteile für den Betrieb solcher Umkehrosmose-Anlagen bringen, die aufgrund permanent oder periodisch niedriger Überströmungsraten eher für ein Biofouling der Membran anfällig sind.

Sind Wasserfilter bei Heizwasserbereitern, Trinkwasserspendern oder Sprudelanlagen in der Küche (z.B. Quooker) eine sinnvolle Ergänzung?

Die Notwendigkeit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ist unbestritten. Verbraucher wünschen ein klares, lebendiges Wasser ohne Geschmack und Geruch. Frauen sind zumeist sensibler in ihrer Wahrnehmung und lehnen Leitungswasser entschieden häufiger ab als Männer. Als Durstlöscher und zur Nahrungsmittelzubereitung soll es in gleichbleibender Qualität rund um die Uhr griffbereit sein.

Ein vermeintlicher Ausweg aus diesem Dilemma ist abgepacktes Wasser. In Flaschen oder als Gallone bei Wasserspendern im Büro. Doch mittlerweile gibt es Zweifel an der Unbedenklichkeit von Trinkwasserspendern mit Gallonen. Auch ist abgepacktes Wasser nicht immer die kostengünstige Alternative und stets mit logistischem Aufwand verbunden.

Wäre es nicht am Besten frisch gezapftes Wasser anzubieten? Nach individuellen Wünschen optimiertes und gefiltertes Leitungswasser. In solchen Wasserautomaten ohne Gallonen findet im Augenblick der Entnahme eine Filtration statt. Dieses kann auf Wunsch erhitzt, gekühlt, mit Kohlensäure oder Sauerstoff versetzt werden. 

Nicht immer ist die Wasserfiltration in solchen Schankanlagen auf die individuellen Bedürfnisse anpassbar. Das breite Angebot an CARBONIT Filtersysteme ermöglicht hier eine gezielte Ergänzung solcher Schankanlagen und einen komfortablen Patronenwechsel. Speziell für Quooker Systeme empfehlen viele Fachhändler einen CARBONIT Filter und beraten Sie gerne.

Im Trinkwasser sollen sich auch Rückstände von Ewigkeitschemikalien (PFAS, Teflon, TFA) befinden. Kann der CARBONIT Filter das entnehmen?

Diese weltweite Problematik wurde durch den DuPont Skandal bekannt. DuPont setzte bei der Herstellung von Teflon jahrzehntelang die PFAS Chemikalie PFOA (C 8) ein und verseuchte dadurch Umwelt sowie großflächig Trinkwasserareale. Bekannte Gesundheitsrisiken wurden verheimlicht. Im Film „Dark Waters“ (Vergiftete Wahrheit) ist diese Thematik einem breiten Publikum bekannt geworden. Zehntausende Anwohner tranken über Jahre mit PFOA belastetes Wasser; es kam zu Erkrankungen wie Nieren- und Hodenkrebs, Schilddrüsenerkrankungen, erhöhtem Cholesterin und weiteren Effekten, die in Studien mit PFOA in Verbindung gebracht wurden.

PFOA gehört zur Stoffgruppe der PFAS, die wegen ihrer Persistenz als „Forever Chemicals“ bezeichnet werden und mittlerweile im Blut eines Großteils der Weltbevölkerung nachweisbar sind.

Weitere empfehlenswerte Film- und Fachbeiträge zur thematischen Vertiefung sind:

  • Gift in unserem Alltag – Die Plage der PFAS (Arte Mediathek)
  • PFAS – Fluch der Ewigkeitschemikalien (ZDF Mediathek)
  • Message from the Bottle (meco.lu)
  • BBC Comments on PFAS
  • EU Behörde: Ewigkeitschemikalie TFA hat schädigende Wirkung bei der Fortpflanzung (Stern.de)

Die gesinterten CARBONIT Aktivkohle-Blockfilter reduzieren vor allem die langkettigen PFAS Verbindungen. Bei den Kombinationspatronen mit dem instrAction Spezialharz werden auch die kurzkettigen PFAS Verbindungen zuverlässig und für eine außergewöhnlich hohe Literzahl entnommen.

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